TVH-Sprinter auch in Belgien mit starken Zeiten

Am letzten Wochenende absolvierte ein Quartett des TV Herkenrath eine kleine Wettkampftournee durch Belgien.

Am Samstag starten die Herkenrahter-Sprinter beim Guldensporenmeeting in Kortrijk. Auch in Flandern bewies Jochen Gippert seine derzeit tolle Form. Bei einem Rückenwind von 1,6m/ sec. sprintete der 40jährige mit 10,97 Sekunden die fünftbeste Zeit aller Teilnehmer im Vorprogramm. Damit konnte er sich für das Hauptprogramm qualifizieren. Timur Tezkan und Moritz Külschbach belegten im 2. Lauf des Vorprogramms mit starken 11,28 bzw. 11,29 Sekunden die Plätze fünf und sechs. Allerdings sorgte ein unzulässiger Rückenwind von 3,0 m/sec. dafür, dass diese Zeiten nicht bestenlistenreif sind.

Über 4x 100m musste das Team des TV Herkenrath zwar der belgischen U20-Nationalstaffel den Vortritt lassen, mit 42,59 Sekunden verfehlten Moritz Külschbach, Jochen Gippert, Timur Tezkan und Milan Wurth nur knapp die Saisonbestzeit.

Bei seinem dritten Einsatz an diesem Tage, dem B-Finale über 100m, lief Jochen Gippert als Zweiter noch einmal ausgezeichnete 11,01 Sekunden.

Am Sonntag folgte der „Brüssel Grand Prix“ im König-Baudouin-Stadion der belgischen Hauptstadt. Im dritten 100m-Zeitlauf traf Jochen Gippert, der Zweite der Senioren-Hallen WM dieses Jahres über 60m, auf den Briten Ossai Tamunonengiye – Ofo, den Senioren-Weltmeister von Seoul. Und Gippert gelang in Brüssel eine erfolgreiche Revanche. Mit 11,07 Sekunden (bei leichtem Gegenwind) blieb der Herkenrather knapp vor dem Briten, der in 11,13 Sekunden einkam. Moritz Külschbach lief im fünften Zeitlauf 11,46 Sekunden, Timur Tezkan im vierten Lauf 11,50 Sekunden und Milan Wurth in Lauf sieben bei Gegenwind 11,63 Sekunden.

Im abschließenden 200m-Wettbewerb ließen Gippert und Tezkan auf Grund des fordernden Programms an diesem Wochenende leicht Ermüdungserscheinungen erkennen. Gippert erzielte im fünften Zeitlauf ebenso 22,71 Sekunden wie Tezkan im sechsten Lauf. Milan Wurth lief hier 23,50 Sekunden. Unbeeindruckt von den Belastungen zeigte sich in Brüssel „Youngster“ Moritz Külschbach. Mit 23,14 Sekunden sprintete er als Zweiter im siebten Zeitlauf eine neue persönliche Bestzeit.

Jochen Gippert zeigte sich nach dem Ausflug ins Nachbarland regelrecht begeistert: „Das waren Wettkämpfe auf absolutem Top-Niveau. Schnelle Bahnen, starke internationale Gegner, eine Super-Organisation, kostenlose Massagen nach den Rennen, wo bekommen wir solche Wettkämpfe in Deutschland geboten?“