Saisonrückblick 2016-17

Die SG Bergische Löwen landet in ihrer zweiten Spielzeit auf Platz acht. Schnell war das Ziel Klassenerhalt abgehakt, sodass man sich größeren Aufgaben widmen konnte.

Viel veränderte Coach Kubendrarajah nicht am Kader. Neben den zwei jungen Spielerinnen Adele Kopsidis und Melis Dulkadiroglu, stießen Kay Tillmann aus der 2. Mannschaft und Katharina Quakernack aus Velbert (Regionalliga) hinzu. Die “Ami“ Positionen konnten erst kurz vor der Saison geklärt werden. JaNee Morton und Catrina Green kamen beide aus der ersten portugiesischen Liga nach Deutschland. Nach der letzten Saison wurden knapp fünf Monate an den individuellen Fähigkeiten gearbeitet, und dass zahlte sich aus. Kurz bevor die Saison startete gab es in der 1. Runde des DBBL Pokals ein Heimspiel gegen die Osnabrücker TB. Das Team von Roland Senger konnte schon auf ihre beiden Importe Elizabeth Belanger und Amecier Mercier zugreifen, während die Amerikanerinnen aus Bergisch Gladbach noch nicht spielberechtigt waren. Trotzdem spielten die Löwinnen mutig und bezwangen die Gäste klar mit 67:54. Insgesamt punkteten vier Spielerinnen zweistellig.

Nach einer deutlichen Niederlage im ersten Saisonspiel in Neuss, gab es einen hart erkämpften Sieg in Berlin, der wichtig für die weitere Saison war. Coach Kubendrarajah: „Wir haben in der letzten Saison drei Monate bis zum ersten Sieg gebraucht. Es war ein gutes Gefühl direkt am Anfang zwei wichtige Punkte mitzunehmen. Vor allem war unser Spielplan zu Beginn mit Neuss, Berlin, Wolfenbüttel, Göttingen und Krofdorf hart.“ Es folgten gegen die besten Teams der Liga weitere Niederlagen, aber das Team wusste, dass die wichtige Phase der Saison noch kommt.

Sechs Siege aus acht Spielen

Und diese Phase meisterten die Ladies der SG Bergischen Löwen. Gegen Grünberg dominierte das Team bis zum Ende die Partie. Gegen den Osnabrücker TB kämpfte man sich hart zurück, gefolgt von einem Saisonhighlight, denn JaNee Morton traf mit der Schlusssirene zur Verlängerung in der man den Sieg einsackte. Gegen den Nachbarn BBZ Opladen gab es ein weiteres Highlight. Das erste Viertel gewann die Mannschaft um Kapitän Viktoria Jäger mit 4:26, sodass die Weichen früh Richtung Sieg gestellt wurden. Auch gegen den Barmer TV dominierte man Zuhause die Partie. Nur am Ende wurde es kurz eng, aber nicht gefährlich. Auswärts bei den Giro Live Osnabrück mussten die Löwinnen dann allerdings eine harte 79:42 Niederlage einstecken. Danach durfte die Mannschaft zum ersten Mal in der frisch sanierten Halle in Herkenrath spielen. Beim Debut gab es auch direkt einen 64:57 Sieg.

Zum Rückrunden Auftakt empfing man die TG Neuss. Nachdem das dritte Viertel mit 27:14 gewonnen konnte, lag man zehn Minuten vor Ende mit zwölf Punkten vorne. Leider kämpften sich das Team von Janina Pils wieder zurück, am Ende blieb eine schmerzhafte Niederlage mit einem Punkt. Nach der Pause über Weihnachten gab es nach einem weiteren verlorenen Spiel in Wolfenbüttel, den siebten Sieg gegen Berlin. Zu diesem Zeitpunkt war der Klassenerhalt so gut wie sicher. Die Löwinnen standen auf dem sechsten Platz und peilten auch den fünften Platz an, da die Krofdorf Knights nur mit einem Sieg vor den Löwinnen waren. Allerdings kassierte die Truppe im Spiel gegen dieselben sieben Dreier und musste mit 70:63 als Verlierer vom Platz gehen.

Sechster Platz schwer zu verteidigen

Nach dieser Niederlage konzentrierte sich die Mannschaft erstmal darauf, den sechsten Platz zu halten. Im direkten Duell gegen die Bender Baskets Grünberg gab es allerdings den ersten Rückschlag. JaNee Morton musste mit einer leichten Knieverletzung aussetzen, trotz kämpferischer Leistung in einem Highscoring Spiel gab es eine 89:82 Niederlage. Danach folgten weitere herbe Niederlagen gegen den Osnabrücker TB und BBZ Opladen, sodass es bis zum Ende der Saison um Platz acht ging. Diesen konnten die SG Bergische Löwen bis zum Schluss halten.

Coach Kubendrarajah: „Wir haben einige Schritte nach vorne gemacht und uns in dieser Liga etabliert. Es ist bemerkenswert, dass sich unsere Zwischenziele in der Saison geändert haben. Aus Klassenerhalt ging es plötzlich zwischendurch um Platz fünf. Diese Tatsache sehe ich sehr positiv. In dieser Phase haben wir allerdings unsere Konstanz verloren. Wir sind mit den Niederlagen in der Rückrunde nicht gut genug umgegangen, um mit den anderen Teams im Mittelfeld mitzuhalten. Wir wussten, dass die Rückrunde sehr schwer wird. Der Osnabrücker TB hat sich verstärkt, BBZ Opladen hatte in der Hinrunde mit Verletzungen zu kämpfen und TUSLI hat sich während der Saison entwickelt. Der siebte Platz wäre schön gewesen, aber wir sind mit dem achten Platz zufrieden. Für unsere Verhältnisse ein sehr guter Platz. Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir diese Saison mit den 13 Spielerinnen begonnen und mit diesen Mädels auch die Saison beendet. JaNee Morton und Catrina Green haben das Team gut geführt. Sie haben einen hervorragenden Job gemacht. Ich bedanke mich herzlichen dafür. Auch möchte ich mich bei unserer Bundesligaverantwortliche Buja Over, Team Manager Martin Spicker und Mentaltrainerin Anne-Poleska Urban bedanken, die der Mannschaft immer zu Verfügung standen. Jetzt müssen wir uns mental und körperlich erholen. Danach werden wir über die kommende Saison sprechen.